Vergiss die Träume nicht, wenn die Nacht wieder über dich hereinbricht und die Dunkelheit dich wieder gefangen zu nehmen droht. Noch ist nicht alles verloren. Deine Träume und deine Sehnsüchte tragen Bilder der Hoffnung in sich. Deine Seele weiß, dass in der Tiefe Heilung schlummert und bald in dir ein neuer Tag erwacht. Ich wünsche dir, dass du die Zeiten der Einsamkeit nicht als versäumtes Leben erfährst, sondern dass du beim Hineinhorchen in dich selbst noch Unerschlossenes in dir entdeckst. Ich wünsche dir, dass dich all das Unerfüllte in deinem Leben nicht erdrückt, sondern dass du dankbar sein kannst für das, was dir an Schönem gelingt. Ich wünsche dir, dass all deine Traurigkeit nicht vergeblich ist, sondern dass du aus der Berührung mit deinen Tiefen auch Freude wieder neu erleben kannst. (Irischer Segenswunsch)
Dies ist die Geschichte von einem alten Mann und einem Jungen.
Der alte Mann hieß Sartebus und der Junge Kim. Kim war ein Waisenkind und lebte ganz für sich allein. Er zog von Dorf zu Dorf, auf der Suche nach Essen und einem Dach über dem Kopf. Doch es gab noch etwas, nach dem er suchte. Kim suchte nach einer Einsicht. "Warum", fragte er sich, "sind wir ein Leben lang auf der Suche nach etwas, das wir nicht finden können? Machen wir es uns selbst schwer, oder soll es einfach so sein, dass wir uns so plagen?" Auf seinem Weg traf er eines Tages einen alten Mann, der - so hoffte Kim - ihm vielleicht die eine Antwort geben konnte. Der alte Mann trug auf seinem Rücken einen großen, zugedeckten, geflochtenen Korb, der sehr schwer zu sein schien. Eines Tages machten sie Rast an einem Bach. Der alte Mann stellte erschöpft seinen Korb auf den Boden. Er schien so schwer zu sein, dass selbst ein viel jüngerer und stärkerer Mann ihn wahrscheinlich nicht sehr lange hätte tragen können. "Weshalb ist denn dein Korb so schwer?" fragte Kim Sartebus. "Ich würde ihn gerne für dich tragen." "Nein, den kannst du nicht für mich tragen", antwortete der alte Mann. "Den muss ich ganz alleine tragen." Viele Tage und Wege gingen Kim und der alte Mann zusammen. So sehr er sich auch bemühte, er konnte nicht herausfinden, was für ein schwerer Schatz sich wohl in dem Korb befand. Erst als Sartebus nicht mehr weitergehen konnte und sich ein letztes Mal zur Ruhe legte, erzählte er dem jungen Kim sein Geheimnis. "In diesem Korb", sagte Sartebus, "sind all die Dinge, die ich von mir selbst glaubte und die nicht stimmten. Auf meinem Rücken habe ich die Last jedes Kieselsteines des Zweifels, jedes Sandkorns der Unsicherheit und jedes Mühlsteines des Irrweges getragen, die ich im Laufe meines Lebens gesammelt habe. Ohne sie hätte ich die Träume verwirklichen können, die ich mir so oft ausgemalt habe." (Verfasser unbekannt)
Unterscheidungskraft ist die Weisheit, zu wissen und zu tun, was richtig ist.
Überlegung: Wissen basiert nur auf der Information, die wir haben. Unterscheidung hat aber mehr damit zu tun, was wir mit der Information zur Bereicherung machen. Daher hat derjenige, der Unterscheidungskraft besitzt, die Klarheit darüber, was in einer bestimmten Situation zu tun ist.
Anwendung: Wenn ich mich in irgendeiner Situation hilflos fühle, überlege ich, welchen Aspekt von Wissen ich nutzen könnte, um die Situation zu verändern - um sie zu verbessern. Wenn ich meine Kraft zur Unterscheidung auf diese Art nutze, werde ich anfangen, Wissen auf praktische Art und Weise anzuwenden und ich werde in der Lage sein, mich über jeden Moment zu freuen und daher auch immer das Richtige tun.
Ein Mann entdeckte im Gebüsch eine Schmetterlingspuppe. Jeden Tag kam er nun vorbei um zu sehen, ob sich etwas verändert hätte. Tatsächlich erwischte er eines Tages den Moment, als der Schmetterling anfing, das enge Gefängnis um sich herum abzustreifen. Mühsam begann er seinen Körper aus der engen Hülle heraus zu zwängen. Der Mann bekam Mitleid mit dem kleinen Insekt, das offenbar große Mühe hatte, den Rest des Kokons abzustreifen und wollte ihm deshalb gerne helfen. Er holte eine kleine Schere und schnitt die Hülle auf, und flugs krabbelte der Schmetterling endgültig in seine neue Freiheit. Fasziniert wartete der Mann nun, was passieren würde. Doch das Tierchen krabbelte schwerfällig herum, die schlaffen Flügel festgeklebt am viel zu dicken Körper. Am nächsten Tag fand er es tot am Boden liegen. Was er in seiner gut gemeinten Ungeduld nicht beachtet hatte, war dass diese schrecklich anzusehende Mühsal des Schmetterlings, sich aus der engen Hülle zu befreien, ein notwendiger Schritt war, um aus dem zu dicken Körper Blut in die Flügel zu pumpen, so dass dieser fähig sein würde, damit zu fliegen. Die Moral der Geschichte: Anstrengung ist manchmal genau das was wir brauchen im Leben. Wenn Gott uns erlauben würde, ohne jedes Hindernis durchs Leben zu gehen, würden wir nie so stark werden, wie wir es eigentlich sein könnten.
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noch etwas von einem Schmetterling
Fragen vom Schmetterling
„Wie lang ist das Leben und was kommt danach?“ fragte der Schmetterling Gott. „Was war davor?“ Warum weiß ich nichts davon?“ – Viele, schwere Fragen an einem schönen Frühlingstag. Fragen an Gott und es gab keine Antworten. Oder ? Träumte der Schmetterling? Etwas oder jemand ließ ihn spüren, dass er nicht alleine war: „Du kannst dein ganzes Leben noch einmal erleben. Fliege ganz hoch, so hoch wie du kannst, und du wirst Augen haben, die alles sehen, Ohren, die alles hören und eine Seele, die alles fühlt“. – Und der Schmetterling flog und flog. Er strengte sich an, höher und höher. Er gab seine ganze Kraft hin. Als er nicht mehr konnte, gab er auf und ließ sich fallen. Aber er fiel nicht, er wurde gehalten, unsichtbar getragen. Er schwebte. Er spürte Licht um sich herum, hörte unbekannte Töne und sah plötzlich ein Bild vor sich. Er platzte auf, wie eine Seifenblase. Er sah einen Schmetterling, der an einen Busch flog, seine Eier ablegte und verschwand. Die Sonne kam, der Regen fiel und aus einem Ei schlüpfte eine Raupe, ganz klein und fast unsichtbar. Der Schmetterling spürte plötzlich in seiner Seele: - das bin ich. Ich bin dieser kleine Wurm. – Er staunte. Die Raupe kletterte los, fraß von den Blättern, versteckte sich vor den Vögeln und Insekten. Sie lebte gut. Kein Tag war wie der andere. Manchmal hatte sie Angst, gefressen zu werden, und versteckte sich. Mal sonnte sie sich übermütig. Sorgen kannte sie nicht und wuchs prächtig. Sie wurde dicker, träger und langsamer. „ Was soll aus der wohl werden“, fragte sich der Schmetterling, „und wie bin ich so schön geworden?“ Die Raupe suchte sich einen schönen versteckten Platz. Sie streckte sich an der Unterseite eines kleinen Zweiges und spann sich ein. Langsam aber war nicht mehr viel von ihr zu sehen. „Stirbt die Raupe?“ sorgte sich der Schmetterling. „Ja", hörte er zur Antwort, „sie stirbt und erwacht zu neuem Leben. Sie wechselt ihre äußere Hülle. Das Alte vergeht und das Neue wächst heran. Schau!“ Und er sah hinein in die Hülle, die Puppe. Die Raupe war nicht mehr da, er erschrak. Feine Gliedmaßen entstanden, alles verwandelte sich. Ein Bild löste das andere ab.
– Der Schmetterling staunte. – Beinah hätte er übersehen, wie die Puppe sich unten öffnete. Ein kleines Loch entstand. Eine neue Gestalt kletterte, nein schob sich langsam heraus und saß im Licht. Die Sonne wärmte sie und sie atmete tief ein. Das neue Leben hatte begonnen. Die Gestalt breitet die zarten Flügel aus und erhob sich in die Luft. "Das bin doch ich". dachte der Schmetterling. „Ich fliege dort.“ Er sah noch einmal sein Leben bis zu dem Flug, der ihn höher und höher trug. „Ja, das bist du“ sagte Gott. „Du weißt nun, was vorher war und was nachher kommt. Sonst sieht jeder nur seinen Lebenszeitraum, seine Erfahrung. Er spürt nicht das neue Leben und nicht die Ankunft im Licht. Nur weil du dich fallen gelassen hast, weil du vertraut hast, konntest du mehr sehen. (Verfasser unbekannt)
Stabilität bedeutet, in jeder Situation unerschütterlich zu bleiben ohne unsicher zu werden.
Überlegung: Wenn wir instabil sind, lassen wir uns von Kleinigkeiten aus dem Gleichgewicht bringen. Dagegen können wir, wenn wir die Kraft der Stabilität besitzen in allen Situationen unerschütterlich sein. Stabilität hilft uns, bei unserer Haltung zu bleiben, selbst wenn wir uns in Opposition zu anderen d. h. in unangenehmen Situationen befinden,
Anwendung: Wenn die Dinge nicht so reibungslos ablaufen, wie ich es mir gewünscht hätte, erinnere ich mich daran, dass nichts dauerhaft ist. Mit dem Vertrauen, dass die Dinge sich auf jeden Fall ändern werden, kann ich meine Stabilität in allen Situationen aufrecht erhalten.
Mutter Erde, trage mich, Vater Himmel, beschütze mich, Schwester Sonne, wärme mich, Bruder Wind, durchpuste mich, Lebensodem, durchströme mich. Ich bin ein Kind der Schöpfung und darf aus ihr schöpfen, wenn ich erschöpft bin, um neu schöpferisch zu sein. Mutter Erde, trage mich... (von Gila van Delden)
Lerne es, Frieden in deinem Geist zu erschaffen, dann wird in deiner Seele Frieden gedeihen und du wirst die Welt mit anderen Augen betrachten. Du wirst Gottes Sprache entdecken. Denke nicht zu viel, um innerlich still zu werden. Vertraue dir selbst. Vertraue anderen. Vertraue dem Leben. Du wirst erfahren, dass es einfacher ist, als es scheint.